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Schulpartnerschaft -

Eine Brücke von Weisendorf nach Zubza

Im Jahr 2007 entstand an der Grundschule in Weisendorf ein anfänglich kleines Hilfsprojekt für die Kinder in Zubza im Nagaland, Indien. Das Missionsteam der Pfarrei St. Josef ( Manfred Hagen, Richard Göller und Josef Nimmerrichter) besuchte den katholischen Religionsunterricht von Ernst Klimek an der Grund- und Mittelschule in Weisendorf und berichtete von der Not der Kinder in Indien. Bereits im Jahr 2004 konnte mit Hilfe des Missionskreises Weisendorf durch die Großspende eines Weisendorfers ein Bubeninternat an der Don Bosco Schule errichtet werden.

Klimek organisierte eine Brieffreundschaft zwischen der Schule in Weisendorf und der in Zubza. Aus den Briefen erfuhren die Kinder der vierten Klasse die Sorgen und Nöte im Nagaland und wollten helfen.

Die erste Solibrotaktion wurde gestartet, um Kochtöpfe für die Schulküche in Zubza zu finanzieren. Seit Jahren basteln die Schüler im Unterricht "Werken und Gestalten" für den jährlich stattfindenden Adventsmarkt und verkaufen "Solibrot". Die Waren werden eifrig an den Aktionstagen von den Schülern am Stand verkauft und der Erlös für die Schule und Kinder in Zubza verwendet.

Wie viele Projekte sich aus diesen Anfängen entwickelt haben, wird auf den Seiten xy  dieser Homepage anschaulich beschrieben.

                                      

Pater Samuel, im Jahr 2015 Schulleiter in der Don Bosco-Schule in Zubza, war erstmals in Weisendorf zu Besuch und im Rahmen eines Schulfestes besiegelten am 10. Juli 2015 Pater Samuel und Petra Pausch, die Schulleiterin der Schule in Weisendorf, durch eine Urkunde ihre Schulpartnerschaft. Ebenso wurde zu diesem Fest ein Gedenkstein enthüllt, der die Brücke von Weisendorf nach Zubza andeutet.

Nachdem das Hilfsprojekt im Laufe der Jahre über die Schule und die katholische Gemeinde hinaus expandierte, wurde es mit Hilfe eines Mediators auf folgende fünf Säulen gestellt: Grundschule Weisendorf, katholische Gemeinde Weisendorf, evangelische Gemeinde Weisendorf, politische Gemeinde Weisendorf und Initiator Ernst Klimek.

Das Engagement der Klassensprecher der dreizehn Klassen von Weisendorf gewährleistet, dass sich jede Klasse für ihr eigenes Patenkind einsetzt und im Laufe eines Schuljahres 90 Euro sammelt, damit diesem Klassenpatenkind der Besuch der Schule ermöglicht wird. Ein Foto der Patenkinder hängt in jedem Klassenzimmer ebenso ein Brief, den das Patenkind der Klasse geschickt hat. Durch den Reisebericht der Schulleiterin wurde den Kindern offensichtlich, dass damit ein wesentlicher Beitrag zur Selbsthilfe für ganze Familien geleistet wird. Mit einer guten Schulbildung bekommen die Kinder im Nagaland eine größere Chance auf einen Arbeitsplatz und können somit die Familie ernähren und später auch ihre Eltern.

Selbst wenn über 7000 Kilometer zwischen den beiden Schulen liegen, so verbindet dennoch eine lebendige „Brücke“ die Schulen und insbesondere die Schülerinnen und Schüler. Gemeinsame Aktionen wie die zeitlich durchgeführte Pflanzaktion eines Partnerschaftsbaumes oder das Singen des Zubza-Songs lassen die Schulen zusammenrücken. Der Austausch von Briefen zwischen den Klassen und den Patenkindern wird im zweijährigen Rhytmus organisiert.  

Während des zweiten Besuches im Jahr 2017 aus Zubza wurde dem Rektor Pater Samuel eine Wanduhr für die Don Bosco Schule in Zubza überreicht. So hängen fortan in Zubza und in der Grundschule Weisendorf Wanduhren,  die die Ortszeit der jeweiligen Partnerschule anzeigt.

Durch die Schulpartnerschaft lernen die Schüler die "Eine Welt" kennen. Zum Veranschaulichen wurde mit den Schülerinnen und Schülern im Herzen der Grundschule ein Zubza-Ausstellungsraum eingerichtet.

Anlässlich der 15 jährigen Partnerschaft im Jahr 2022 reiste Lehrerin Roselyn aus Zubza nach Franken und nahm an der Jubiläumsfeier in der Schulaula teil. In den darauf folgenden Tagen hospitierte Roselyn im Unterricht der Klassen und konnte auch aus dem Nagaland berichten. Die Schüler hörten hautnah von den Lebensumständen ihrer Freunde. Ebenso wurden persönliche Kontakte zu den Lehrkräften geknüpft und die Partnerschaft mit Neuem belebt.   

Die Vermittlung von grundlegenden Werten wie Toleranz, Offenheit und Hilfsbereitschaft bleibt bei uns keine leere Worthülse im Schulprofil (http://www.grundschule-weisendorf.de), sie wird im Zubza-Projekt in die Tat umgesetzt. Die Kinder (er)leben einen wertschätzenden und verantwortlichen Umgang mit den Mitmenschen zur Bewahrung ethischer und christlicher Werte.